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Online-Marketing20. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Was kostet Online-Marketing? Realistische Budgets für Website, SEO und Ads

Auf die Frage nach dem Preis folgt fast immer ein „kommt darauf an". Hier stehen die Spannen: was eine Website kostet, was Google Ads und Social Ads monatlich brauchen, was SEO realistisch bedeutet und woran du merkst, dass ein Angebot zu billig ist.

Nico Schad
Nico Schad

Gründer & Geschäftsführer, ASUKA GmbH

Was kostet Online-Marketing? Realistische Budgets für Website, SEO und Ads

Auf die Frage nach dem Preis folgt in unserer Branche fast immer ein „kommt darauf an". Stimmt ja auch. Nur hilft es niemandem, der gerade herausfinden will, ob sich das Thema für ihn überhaupt lohnt.

Also hier die Spannen, mit denen wir arbeiten, und vor allem: woraus sie sich zusammensetzen. Damit du ein Angebot lesen und einordnen kannst, egal von wem es kommt.

Die kurze Antwort

Für ein mittelständisches Unternehmen liegt ein tragfähiges Online-Marketing-Budget typischerweise zwischen 1.500 € und 6.000 € im Monat, plus einmalig 8.000 € bis 30.000 € für eine Website. Der größte Kostentreiber ist nicht die Agentur, sondern die Frage, wie viele Kanäle du gleichzeitig bespielst.

Wer mit weniger startet, kann sinnvoll arbeiten — aber dann auf genau einem Kanal, nicht auf vieren.

Website: einmalig

Die Spanne ist groß, und sie hat wenig mit Design zu tun. Sie hängt an Umfang und Substanz:

8.000 € bis 15.000 € für eine Unternehmenswebsite mit klarer Struktur, individueller Gestaltung, sauberer Technik und einer Handvoll Seiten. Das ist der Bereich, in dem die meisten mittelständischen Projekte landen.

15.000 € bis 30.000 € sobald mehr dazukommt: viele Unterseiten, mehrsprachig, Anbindung an bestehende Systeme, aufwändigere Inhalte wie Bewegtbild oder interaktive Elemente.

Unter 5.000 € bekommst du in der Regel ein angepasstes Template. Das kann für den Anfang völlig richtig sein — nur solltest du wissen, dass du es kaufst.

Was den Preis wirklich treibt, sind selten die Pixel. Es sind Inhalte. Texte, Fotos, Struktur: Wenn das Material fehlt und erst entstehen muss, ist das ein eigener Projektteil. Wer bei der Frage „woher kommen die Texte?" ins Stocken gerät, hat den größten Posten noch nicht eingerechnet.

Ob sich ein Relaunch überhaupt lohnt oder ob eine Überarbeitung reicht, haben wir im Beitrag Website-Relaunch: Wann er sich lohnt auseinandergenommen.

Google Ads und Social Ads: monatlich

Hier gibt es zwei getrennte Posten, und sie werden regelmäßig verwechselt.

Das Mediabudget geht direkt an Google, Meta oder TikTok. Es ist dein Einkauf von Sichtbarkeit. Unter 1.000 € im Monat wird es in umkämpften Branchen schwierig, überhaupt genug Daten für Entscheidungen zu sammeln. 1.500 € bis 5.000 € ist die Spanne, in der die meisten regionalen Mittelständler landen.

Die Betreuung ist die Arbeit daran: Kampagnenaufbau, Anzeigen, Gebote, Auswertung, Nachsteuern. Marktüblich sind 15 bis 20 Prozent des Mediabudgets oder eine Pauschale ab etwa 800 € monatlich.

Ein Warnsignal: Wer die Betreuung rein prozentual abrechnet und dir gleichzeitig empfiehlt, das Budget zu erhöhen, hat einen Interessenkonflikt. Nicht automatisch böswillig — aber du solltest ihn kennen.

Wie sich Google Ads und Meta Ads in der Wirkung unterscheiden, steht im direkten Vergleich.

SEO: die unbequeme Rechnung

SEO ist die Disziplin mit dem schlechtesten Verhältnis von Erwartung zu Realität — nicht weil es nicht funktioniert, sondern weil der Zeithorizont unterschätzt wird.

Realistisch sind 800 € bis 2.500 € im Monat über mindestens zwölf Monate. Wer nach drei Monaten misst und enttäuscht ist, hat nicht zu wenig bezahlt, sondern zu früh geschaut.

Der Grund: Bei Ads kaufst du Sichtbarkeit und bekommst sie am selben Tag. Bei SEO baust du sie auf. Das Ergebnis kommt später, bleibt dafür aber, wenn du aufhörst zu zahlen — was bei Ads nicht der Fall ist. Beides zusammen ergibt Sinn, und warum, steht ausführlich unter SEO vs. SEA.

Social Media: Betreuung und Produktion

Auch hier zwei Posten. Betreuung — Redaktionsplanung, Community, Auswertung — liegt bei 600 € bis 2.000 € monatlich. Content-Produktion, also Dreh und Schnitt, wird meist separat gerechnet: ein Produktionstag mit mehreren fertigen Reels liegt typischerweise zwischen 1.500 € und 3.500 €.

Der häufigste Fehler ist, nur die Betreuung zu buchen. Dann verwaltet jemand einen Kanal, für den es kein Material gibt.

Woran du ein zu billiges Angebot erkennst

Es fehlt die Frage nach deinem Ziel. Wer dir einen Preis nennt, ohne gefragt zu haben, wie viele Anfragen du brauchst und was ein Kunde bei dir wert ist, verkauft Leistungen, keine Ergebnisse.

Alles ist inklusive. Website, SEO, Ads, Social Media für eine kleine Pauschale — das geht rechnerisch nur, wenn überall zu wenig passiert.

Es steht keine Laufzeit drin, dafür eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten. Umgekehrt wäre besser.

Das Tracking ist nicht Teil des Angebots. Dann wirst du am Ende nicht beurteilen können, ob sich das Ganze gerechnet hat. Das ist kein Detail, sondern die Grundlage jeder späteren Entscheidung.

Die Zahl, die wirklich zählt

Am Ende ist die Frage nicht, was Online-Marketing kostet, sondern was dich eine Anfrage kosten darf. Diese Zahl kannst du selbst ausrechnen: Was ist ein Kunde über die gesamte Zusammenarbeit wert, und wie viele Anfragen brauchst du für einen Abschluss?

Ein Beispiel: Wenn ein Kunde dir im Schnitt 8.000 € bringt und aus jeder fünften Anfrage ein Auftrag wird, darf eine Anfrage einige hundert Euro kosten und die Rechnung geht immer noch klar auf. In dem Moment ist ein Monatsbudget von 3.000 € keine Ausgabe mehr, sondern ein Einkaufspreis.

Wer diese Zahl kennt, führt jedes Agenturgespräch anders. Wie du die passende Kennzahl dazu liest, steht unter ROAS verstehen.

Häufige Fragen

Was kostet eine professionelle Website? Für eine individuell gestaltete Unternehmenswebsite mit sauberer Technik liegen die einmaligen Kosten typischerweise zwischen 8.000 € und 30.000 €, je nach Seitenumfang, Sprachen und Systemanbindung. Der größte Einzelposten sind meist die Inhalte, nicht die Gestaltung.

Wie viel Budget brauche ich für Google Ads? Mediabudget und Betreuung sind getrennt zu rechnen. Als Mediabudget sind 1.500 € bis 5.000 € monatlich für regionale Mittelständler üblich, darunter wird die Datenlage für gute Entscheidungen dünn. Die Betreuung liegt marktüblich bei 15 bis 20 Prozent des Mediabudgets oder ab etwa 800 € pauschal.

Wie lange dauert es, bis SEO wirkt? Erste Bewegungen sind nach drei bis vier Monaten sichtbar, belastbare Ergebnisse nach neun bis zwölf. Wer kürzer plant, sollte das Budget stattdessen in bezahlte Anzeigen stecken.

Was ist besser: Agentur, Freelancer oder Inhouse? Das hängt an Umfang und Kontinuität, nicht am Preis allein. Den ehrlichen Vergleich haben wir hier aufgeschrieben.


Du willst eine Zahl für deinen Fall statt einer Spanne? Wir rechnen im Erstgespräch durch, was ein Kunde bei dir wert ist und welches Budget daraus folgt — auch wenn am Ende herauskommt, dass du noch warten solltest. Lass uns 30 Minuten reden.

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