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Webdesign01. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Website-Check in 15 Minuten: Was du selbst prüfen kannst

Ob deine Website schnell genug ist, bei Google richtig ankommt und Anfragen zuverlässig zustellt, kannst du in einer Viertelstunde selbst prüfen. Sieben Prüfungen mit kostenlosen Werkzeugen, und woran du erkennst, wann es einen genaueren Blick braucht.

Nico Schad
Nico Schad

Gründer & Geschäftsführer, ASUKA GmbH

Website-Check in 15 Minuten: Was du selbst prüfen kannst

Die meisten Websites sehen auf dem Rechner der Geschäftsführung gut aus. Großer Bildschirm, schnelles Büro-WLAN, die Startseite schon hundertmal geöffnet. Deine Besucher sehen eine andere Seite: auf dem Handy, im Zug, zum ersten Mal.

Ob deine Website dort funktioniert, kannst du in einer Viertelstunde selbst prüfen. Du brauchst dafür ein Smartphone, einen Browser und ein paar kostenlose Werkzeuge. Hier sind sieben Prüfungen, in der Reihenfolge, in der wir sie selbst machen.

1. Ladezeit (3 Minuten)

Öffne PageSpeed Insights, gib deine Adresse ein und warte auf das Ergebnis. Wichtig ist der obere Teil, „Was deine echten Nutzer erleben". Das sind Messwerte echter Besuche, keine Simulation. Drei Werte zählen, die sogenannten Core Web Vitals:

Wert Misst Gut ist
LCP (Largest Contentful Paint) Wann der wichtigste Inhalt sichtbar ist unter 2,5 Sekunden
INP (Interaction to Next Paint) Wie schnell die Seite auf Tippen reagiert unter 200 Millisekunden
CLS (Cumulative Layout Shift) Wie stark Inhalte beim Laden springen unter 0,1

Prüf das für die mobile Ansicht, nicht nur für den Desktop. Wenn dort Rot steht, verlierst du Besucher, bevor sie deine erste Überschrift gelesen haben. Warum das für SEO und Anfragen gleichermaßen zählt, erklären wir im Beitrag zu Core Web Vitals.

2. Findet Google deine Seiten? (2 Minuten)

Gib bei Google site:deinedomain.de ein. Du siehst, welche Seiten Google kennt. Drei Dinge fallen dabei oft auf:

  • Wichtige Seiten fehlen. Deine Leistungsseite taucht nicht auf? Dann kann sie auch nicht gefunden werden.
  • Seiten, die nicht dorthin gehören. Testseiten, alte Aktionen, „Beispielseite" aus der Installation.
  • Überall derselbe Titel. Wenn jedes Suchergebnis „Startseite | Firmenname" heißt, weiß Google nicht, worum es auf welcher Seite geht.

Jede wichtige Seite braucht einen eigenen Titel, der sagt, was dort steht. Wie das in der Google-Vorschau aussieht, kannst du mit unserer SERP-Vorschau ausprobieren.

3. Sicherheit (1 Minute)

Schau in die Adresszeile. Steht dort ein Schloss und beginnt die Adresse mit https://? Dann ist die Verbindung verschlüsselt. Tipp danach einmal die Adresse ohne https:// und ohne www ein und prüf, ob du trotzdem sauber auf der verschlüsselten Version landest.

Wer genauer hinschauen will: securityheaders.com zeigt, welche Sicherheits-Header deine Seite setzt. Ein „F" ist kein Notfall, aber ein Hinweis, dass dort niemand hingeschaut hat.

4. Auf dem Handy bedienen (3 Minuten)

Nimm dein Smartphone und tu so, als kennst du die Seite nicht:

  • Kannst du den Text lesen, ohne zu zoomen?
  • Triffst du die Buttons und Menüpunkte mit dem Daumen, ohne daneben zu tippen?
  • Musst du nach links und rechts wischen, weil etwas über den Rand ragt?
  • Findest du in unter zehn Sekunden, wie du Kontakt aufnimmst?

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Eine Website kann schnell und schön sein und trotzdem keinen klaren Weg zur Anfrage zeigen.

5. Barrierefreiheit (2 Minuten)

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es betrifft vor allem Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen online an Verbraucher verkaufen, etwa Onlineshops oder Buchungsstrecken. Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen sind ausgenommen. Aber auch ohne Pflicht schließt eine schlecht zugängliche Seite Menschen aus, und das sind potenzielle Kunden.

Zwei schnelle Tests:

  • Tastatur: Klick in die Adresszeile und drück dann mehrmals die Tab-Taste. Siehst du immer, wo du gerade bist? Erreichst du Menü, Formular und Buttons?
  • Kontraste: Hellgrauer Text auf weißem Grund sieht elegant aus und ist für viele Menschen kaum lesbar. Die Browser-Erweiterung WAVE markiert solche Stellen direkt auf der Seite.

6. Datenschutz und Cookie-Banner (2 Minuten)

Öffne deine Seite in einem privaten Browserfenster und klick das Cookie-Banner nicht weg. Öffne dann die Entwicklertools (Rechtsklick → „Untersuchen" → Reiter „Netzwerk") und lade die Seite neu. Tipp ins Suchfeld nacheinander google-analytics, facebook und tiktok.

Taucht dort etwas auf, bevor du zugestimmt hast, startet Tracking ohne Einwilligung. Das ist ein Datenschutzproblem, und es kommt häufiger vor, als man denkt. Bequemer geht es mit unserem Tracking-Audit, das dir die gesetzten Pixel und Tags auflistet.

Prüf außerdem, ob Impressum und Datenschutzerklärung von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar sind, in der Regel über den Footer.

7. Schick dir selbst eine Anfrage (2 Minuten)

Diese Prüfung lassen fast alle aus, und sie ist die wichtigste. Füll dein eigenes Kontaktformular aus und schick es ab. Dann schau:

  • Kommt eine Bestätigung auf der Seite?
  • Kommt die Anfrage in deinem Postfach an, und zwar nicht im Spam?
  • Wie lange hat es gedauert?

Wir sehen regelmäßig Websites, deren Formular seit Monaten ins Leere schickt. Niemand hat es gemerkt, weil ja keine Beschwerden kamen. Natürlich nicht: Die Anfragen sind nie angekommen.

Was du danach weißt, und was nicht

Nach diesen 15 Minuten weißt du, ob deine Website grundsätzlich funktioniert. Was du nicht weißt: welcher Punkt bei dir wirklich ins Gewicht fällt, was die Behebung kostet und in welcher Reihenfolge es sich lohnt. Ein schlechter Ladezeit-Wert auf einer Seite, die kaum jemand besucht, ist weniger dringend als ein Kontaktformular, das auf dem Handy nicht abschickt.

Genau das ordnen wir in unserem kostenlosen Website-Check für dich ein: Die sechs Bereiche von Ladezeit bis Datenschutz werden automatisch gemessen, danach schaut sich jemand aus unserem Team das Ergebnis an und schreibt dir, was davon wirklich wichtig ist. Den Report bekommst du per Mail, auf Wunsch auch mit dem Vergleich zu zwei Wettbewerbern.

Und wenn sich dabei zeigt, dass mehr als ein paar Stellschrauben fehlen: Wann sich ein Relaunch lohnt, haben wir hier aufgeschrieben. Mehr zu unserer Arbeit unter Webdesign.

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